Leider habe ich erst gestern mitbekommen, das eine Frau schon seit Januar die in Antalya Urlaub machen wollte vermisst wird. Die Eltern von Jutta B. befürchten, dass ihre Tochter verunglückte oder entführt wurde. Das letzte Lebenszeichen war eine SMS per Handy.
Lebensfroh, mit einem gewinnenden Lachen − so kennen Freunde die 41- jährige Jutta B. aus Lurup.
Von Jan-Eric Lindner - Foto: Arning
Das letzte Lebenszeichen ist eine Kurzmitteilung auf dem Telefon eines guten Freundes, abgeschickt am 12. Januar abends. Ob die Flut in Hamburg schlimm sei, wollte Jutta B. (41) von einem Freund wissen. Sie saß vielleicht auf der Hotelterrasse, vielleicht in ihrem Zimmer vor dem Fernseher - wo sie kurz zuvor Bilder des überfluteten Fischmarktes gesehen hatte. Es war der achte Tag des Türkei-Urlaubes, den Jutta B. am 19. Dezember 2006 in einem Reisebüro in Altona gebucht hatte. Seit der SMS fehlt von der Luruperin jede Spur.
Die Eltern der 41-jährigen Kunsttherapeutin sitzen in ihrem modernen Wohnzimmer in Bad Segeberg. In der Türkei, so sagte man ihnen vor Ort, können sie zunächst einmal nichts mehr tun. Sie waren kurz nach dem Verschwinden ihrer Tochter nach Antalya geflogen, dann weiter in das Dörfchen Okurcular gefahren, wo Jutta B. im Hotel Holiday Garden Resort ein kleines Zimmer bewohnt hatte. Sie verteilten Handzettel, klebten Plakate, sprachen mit Zeitungen an der türkischen Riviera. Der pensionierte Polizist Georg B.: “Alle waren sehr kooperativ. Aber Hinweise gibt es bislang überhaupt nicht.” Juttas Mutter Heike B. ergänzt: “Dass unsere Tochter wirklich verschwunden ist, stellte sich erst am 19. Januar heraus, dem Tag, an dem sie zurück nach Hamburg fliegen wollte.” Ihr Platz im Flugzeug blieb leer.
Die sportliche Jutta B. war allein in die Türkei gereist. Sie wollte ein wenig Sonne tanken, für sich sein. Steine sammeln - ihr Hobby, vielleicht ein wenig malen. Hotelgäste hatten sie bis zum 12. Januar morgens beim Frühstück gesehen. Menschen, die sich mit der lebensfrohen Luruperin am Urlaubsort unterhielten, berichten, dass sie fast jeden Tag wandern gegangen sei. Zunächst an den Klippen, später wohl auch ins Gebirge im Hinterland. Brach sie auch am 13. Januar, einem Sonnabend, ins Hinterland auf? Gab es einen Unfall? Oder steckt ein Verbrechen dahinter? Das zumindest glaubt Jürgen P. Fuß, Herausgeber der vor Ort erscheinenden “Türkei Rundschau”: Ich fürchte, man muss von einer Entführung ausgehen.” Grund für die Annahme des Herausgebers: Jutta P. war verheiratet. Mit einem aus der Türkei stammenden Mann. Das Paar trennte sich vor einem Jahr. Nach dem Urlaub, so erzählt Heike B., wollte ihre Tochter die Scheidung einreichen. Fuß: “Das wäre eine Verletzung der Familienehre des Mannes, der aus Ost-anatolien stammt. Es gab bereits vorher ähnlich gelagerte Entführungsfälle.” Doch noch ist nicht einmal bekannt, ob der in Süddeutschland lebende Mann überhaupt wusste, dass Jutta B. sich in der Türkei aufhielt. Georg B.: “Die beiden kommunizierten nur noch über die Anwälte. Sie hätte ihm nicht gesagt, dass sie in den Urlaub fährt.”
An der Tür des Hotelzimmers, das Jutta B. bewohnte, hing ein “Bitte nicht stören”-Schild. Drinnen lagen, als die Polizei nachsah, Kleidungsstücke. Das Portemonnaie, die Papiere, das Telefon fehlen. Ruft man die Nummer an, ertönt nur  ein Band: “Die von Ihnen gewählte Rufnummer ist vorübergehend nicht erreichbar.”
Auch wenn man so gut wie gar nichts unternehmen kann als zu warten, ist es ein schreckliches Gefühl und man malt sich eine Horror-Szene nach der anderen aus. Aus tiefsten Herzen wünsche ich der Familie  das es sich doch noch zum guten wenden wird.
Ooops.. du bist auf Turk-Blog.com gelandet! Dann ein herzliches Willkommen in meinem persönlichen Bereich. Allerdings ist das hier.. nennen wir es mein Tagebuch und somit dürftest du theoretisch also gar nicht hier sein. Einen Cay bekommst du aber trotzdem... Cerkes
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