Die Gespräche mit der EU sind als gescheitert anzusehen. Die Türkei weigert sich noch immer noch ihre Häfen und Flughäfen für den griechisch-zypriotischen Teil zu öffnen.
Laut Zollunion müsste sie dies tun und das käme de facto einer Anerkennung von Zypern gleich.
Im Gegenzug möchte die Türkei, das man die internationale Isolierung von der Nordzyprischen Türkischen Republik aufhebt und verlangt ökonomische Hilfen.
Sogar der Papst macht eine Kehrtwendung in seiner Haltung  und befürwortet einen Beitritt der Türkei, während er vorher vehement gegen einen  Beitritt war.
Ausserdem verlangt die EU das man die Geisterstadt Varoscha den Griechen zurück gibt.
Varoscha ist ein millitärisches Sperrgebiet, die Gebäude sind verfallen, eine Revitalisierung ist kaum vorstellbar.
So bleibt Zypern ein Zankapfel zwischen EU und der Türkei.
Nationalistische Kreise protestieren gegen den Besuch vom Pontifex, sie widerstreben sich gegen eine Änderung des Paragraphen 301, welche die Beleidigung des Türkentums unter Strafe stellt.
Und sollte dieses Gesetz novelliert werden, mit was wird dann die EU kommen? Denn der Forderungskatalog wird immer grösser.
Ich bezweifele ob der Republikgründer Atatürk diesen Reformen auch nur im Ansatz zugestimmt hätte. Seine Repbublikanische Volkspartei ist kemalistisch-nationalistisch und sucht die Nähe zu der Nationalistischen Bewegungs Partei. Viele  Bürger der Türkei sind mittlerweile gegen einen Beitritt zur EU, während vor ein paar Jahren noch die Euphorie recht gross war.
Was ist mit den Demokratiedefiziten von Rumänien und Bulgarien? Laut EU, werden diese slawischen Ländern 2007 aufgenommen, ohne grosses Trara.
Die Türkei steht vor einer grossen Wahl, entweder sich für den Westen zu entscheiden oder einen eigenen Weg zu gehen.
Leventy