Schauen wir uns doch die Realität an: Die werberelevante Zielgruppe zwischen 14 und 49 vegetiert zwischen Playstation und RTL 2; Politik interessiert sie nicht, das sind Themen die überhaupt keinen Spass machen. Stattdessen sitzt man mit Chips und Bier vor der heimischen Glotze und lässt sich von Comedysendungen berieseln. Warum soll sich der Mensch Gedanken machen, was draussen in der Welt passiert? Man kommt von der Arbeit und will entspannen, und Nachdenken strengt ja bekanntlich an. So wird das Abendessen in sich hineingeschaufelt, man lässt einen  Blick über die Programmzeitschrift wandern und macht es sich gemütlich.
Und sollte es auf der flimmernden Mattscheibe nichts geben, dann stürzt man sich  in die virtuelle Welt des Internets um mit fremden Menschen zu kommunizieren.
Die Welt des Chattens ist schon faszinierend genug und man kann sich unter Abertausend Nicks verstecken, die wahre Identität wird verschleiert oder man gibt sich als Graf Koks aus. Wer soll denn wissen ob es denn stimmt?
Der sogenannte Zeitgeist bestimmt den Massengeschmack und sollte der aktuelle Trend  vorbei sein, wird ein neuer erfunden, damit sich die Menschen bloss nicht langweilen.
Aber ich will hier nicht nur kritisieren, es gibt auch positive Aspekte des World-Wide-Web.
Nicht wirklich” antwortete Sir Tim einstmals auf die Frage eines Reporters, ob die Menschen durch das World Wide Web klüger geworden seien. “Aber wir sind besser verbunden und damit besser in der Lage, die Welt zu einer menschenwürdigen Welt zu verändern, wenn wir das wollen.”
Und will das die Welt, so wie es der Erfinder des WWW Tim Berners Lee definierte?
Manche sehen das Internet zu einer Konsumplattform degradiert und nicht mehr als Informationsmedium. Amazon und E-Bay sind die besten Beispiele dafür. Ender der Neunziger löste das Internet einen Ausbruch an sogenannten Dot-com Firmen aus, der Hype platzte und es blieben nur die Grössten im Netz.
Bleibt abzuwarten ob das Internet eine Bereicherung des Homo Sapiens ist.